lateinamerikanische grenzübergänge

und die faszination des stempelns.

die grenze costa rica, nicaragua wäre ein normales, typisch lateinamerikanisches desaster mit stundenlangen warteschlangen bei brütender hitze, etlichen stempelstationen für die man jedesmal ein paar dollar bezahlen muss und nervtötenden herumschreienden strassenhändlern die das ganze abrunden. das mit dem gestempel ist ja sowieso eine faszinierende sache. so ein kleines gerät mit so viel wirkung und macht. stempel ja oder nein entscheidet hier praktisch über alles! und je länger ich dann immer den händen die diese beeindruckenden stempel drücken zuschaue, desto mehr möchte ich selber auch stempeln. vielleicht ist es wegen diesem einmaligen geräusch. ich weiss nicht mehr wann ich das letzte mal gestempelt habe. aber ich werde mir einen beschaffen sobald ich zurück bin. einen mächtigen stempel. dann müssen die kinder vor dem abendessen vorbeikommen und ich werde ihre lausig gewaschenen hände begutachten und einen machtvollen stempligen entscheid fällen. 

gut. wäre also alles realtiv easy mit der grenze, wenn wir nicht den in costa rica gekauften jeep hätten, der ja rüber nach nicaragua muss. da kommen dann also ein paar dutzend stempelstationen und dollars hinzu. oder wie in unserem fall ein paar narcotrafficos die wir geschmiert haben ohne es zu bemerken. wurde dann etwas unheimlich und kritisch. aber wir nehmen in solchen fällen dann meistens unsere drei kinder als ablenkung und machen uns aus dem staub.

nun sind wir also mal legal für max. 3 monate in nicaragua. das auto allerdings darf nur gerade 30 tage bleiben. das ist sehr logisch. aber wir wären ja nicht am reisen wenn wir die logik dem chaos vorziehen würden.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0